11 Schritte in ein neues Leben – eine Zwischenbilanz

DCIM100GOPRO

Manchmal frage ich mich, wie es plötzlich so weit kommen konnte. Vor knapp fünf Monaten hatte ich meinen letzten Arbeitstag. Ich habe meinen 40-Stunden-Büro-Job gekündigt, ohne einen Plan B in der Hinterhand zu haben.

Mittlerweile stecke ich mitten im Aufbau meiner Selbstständigkeit. Bis vor kurzem hatte ich diese Option für mich nicht einmal in Erwägung gezogen.

Was passiert ist? Ich habe einfach angefangen. Ich habe versucht weniger verkrampft an die ganze Sache heranzugehen.

Statt mir zu sagen „Was, wenn es nicht klappt?“ habe ich versucht mir immer wieder zu sagen: „Wenn es nicht klappt, weißt du wenigstens, dass du es versucht hast.“

Falls dich auch deine Ängste bisher davon abgehalten haben, den Schritt in ein selbstbestimmtes Leben zu wagen, möchte ich dir mit diesem Artikel Mut machen.

Ich glaube die schlimmste Angst hat man vor dem Sprung selbst. Aber wenn man erstmal im freien Fall ist, sieht man, dass es immer irgendwie weitergeht. Dass das ganze gar nicht so schlimm ist.

Nach meiner Kündigung kreisten meine Gedanken permanent um die Frage, wie es jetzt weitergeht. Eine 4-Tage-Woche in einem coolen Unternehmen? Selbstständigkeit? Freelancing? Einfach erstmal jobben und das Leben genießen ohne sich viel Druck zu machen?

Es ist interessant zu sehen, wie ich mich gedanklich in den letzten Monaten weiterentwickelt habe. Wie ich mich langsam an den Gedanken herangetastet habe, es mit einer Selbstständigkeit zu versuchen.

Viele Begegnungen, Gespräche und Erlebnisse haben in mir etwas ausgelöst und mich dorthin geführt, wo ich jetzt stehe. Diese Art von Learnings, bei denen es in meinem Kopf „Klick“ gemacht hat, möchte ich gerne mit dir teilen.

 

1. Mein neues Mindset: Ich kann das auch!

Nach meiner Kündigung habe ich die DNX in Berlin besucht. Obwohl ich den Ticketpreis im Nachhinein ein bisschen zu hoch fand, habe ich doch ein ganz großes und wichtiges Learning mitgenommen:

Erfolgreiche Menschen sind nichts Besonderes! Sie sind nicht außergewöhnlicher oder talentierter als ich. Sie haben einfach irgendwann mal angefangen und sich durchgebissen. Das ist der einzige und große Unterschied: Sie haben angefangen!

Die Menschen, die auf der DNX auf der Bühne standen, waren vor zwei oder drei Jahren in der selben Situation wie ich und haben sich ihren Traum von einem selbstbestimmten Leben durch harte Arbeit verwirklicht.
Sie hatten genau wie ich von vielen Dingen keine Ahnung. Sie waren nicht unbedingt berufs- oder lebenserfahrener. Sie hatten genau so viele Ängste und Zweifel. Aber sie haben losgelegt und sind dran geblieben.

Wir müssen aufhören, diese Menschen auf ein Träppchen zu stellen und Ausreden zu finden, weshalb dieser Weg für uns niemals möglich wäre. „Dafür bin ich nicht gemacht“ – das ist Quatsch. Wir können das auch! Dieser Gedanke hat mich extrem ermutigt.

Damit meine ich nicht, dass es für jeden das richtige sein muss, sich ein eigenes Business aufzubauen. Aber Angst und Selbstzweifel sollten einen nicht davon abhalten.

Vor kurzem habe ich ein sehr treffendes Zitat von Marcus Aurelius in seinem Buch „Selbstbekenntnisse“ gefunden, das genau das ausdrückt:

„Du darfst nicht meinen, eine Aufgabe, die du nur schwer bewältigen kannst, sei menschenunmöglich, sondern solltest umgekehrt glauben, dass, wenn etwas einem Menschen möglich und angemessen ist, es auch dir erreichbar ist.“

Nachdem ich endlich meine Bachelor-Arbeit eingereicht hatte, bin ich im Juni für sechs Wochen nach Tansania gefahren, wo ich durch die Besteigung des Ol Doinyo Lengai unglaublich viel Energie und positive Gedanken tanken konnte und außerdem die Hochzeit meiner Gastschwester miterleben durfte.

Nicht nur die täglichen Yoga-Sessions sondern auch mein inspirierendes Umfeld in Dar es Salaam halfen mir dabei die Fragen, die ich mir mitgenommen hatte, für mich zu beantworten.

In Tansania ist fast jeder irgendwie selbstständig, oftmals mit mehreren Standbeinen. Sich neue Fähigkeiten selbst anzueignen ist hier ganz normal. Diese Zeit war sehr ausschlaggebend für den Weg auf dem ich mich gerade befinde.

 

2. Ich muss mich selbstständig machen.

In Tansania wurde mir unter anderem klar: So leben und arbeiten zu können, wie ich es mir wünsche, wird in einem Angestelltenverhältnis kaum möglich sein.

Ich gewöhnte mich langsam an den Gedanken, dass der einzig nachhaltige Weg aus meinem Dilemma nur über die Selbstständigkeit führt (das muss aber nicht für jeden so sein.)

Mir meinen Traumjob selbst zu bauen – diese Option hatte ich für mich noch nie in Erwägung gezogen. Und so wurde ich auch nicht erzogen. Das Ziel war immer einen guten Job in einem coolen Unternehmen zu landen.

Irgendwann fragte ich mich: Warum nicht? Nach und nach freundete ich mich also mit diesem Gedanken an und versuchte den nötigen Mut dafür weiterzuentwickeln (siehe Schritt 1).

Natürlich träume ich auch viel, und stelle mir viele Dinge bestimmt leichter vor, als sie letztendlich sind.

Gleichzeitig ist mir bewusst, dass die Selbstständigkeit alles andere als Zuckerschlecken ist. Ich stellte mich darauf ein, dass egal wie ich zukünftig mein Geld verdienen werde, wohl erstmal eine Menge Arbeit vor mir liegt.

Ich tröstete mich mit dem Gedanken, dass ab jetzt jede Sekunde Arbeit ein nachhaltiges Investment in mein selbstbestimmtes Leben sein wird.

Alles in allem ist das alles hier ein wahnsinnig großes Experiment für mich und kein Best-Practise-Guide! Vielleicht merke ich auch irgendwann, dass die Selbstständigkeit und damit einhergehende Verantwortung doch nicht zu meinem Lebensstil passen.

 

3. Ich brauche einen Job, der sich nicht immer wie ein Job anfühlt.

Mir wurde klar, dass ich eine Arbeit finden muss, die sich nicht immer wie Arbeit anfühlt. Für die mir meine Zeit nicht zu schade ist.

Als ich meinen guten Freund Minzi zu einem Video-Dreh begleiten durfte, habe ich komplett die Zeit vergessen. Und das obwohl ich den ganzen Tag nichts gegessen hatte. Ich war total in meinem Element und konnte superviele Ideen mit einbringen.

Gleich die Tage darauf habe ich einen kleinen Film über meine Yoga-Mitschüler gedreht und war tagelang mit dem Schnitt beschäftigt. Ich habe gar nicht gemerkt, wie viele Stunden ich letztendlich am Rechner saß.

Wie wäre es, wenn ich einen Job hätte, bei dem ich manchmal sogar vergesse, dass ich gerade arbeite? Weil ich ihn mit Leidenschaft mache, weil er mir Spaß macht, weil es einfach mein Ding ist?

Natürlich gibt es auch in dem tollsten Job Aufgaben, die man nicht gerne erledigt oder super anstrengende und stressige Tage, Deadlines, die einzuhalten sind.

Aber es wäre auf jeden Fall ein großer Fortschritt die Hälfte der Zeit wirklich mit Herzblut dabei zu sein und die Grenzen zwischen Arbeit und Leben ein wenig aufzuweichen.

 

4. Ein Schritt zurück: Was ist eigentlich wirklich meine Leidenschaft?

Jahrelang habe ich geglaubt zu wissen, in welchem Bereich ich später arbeiten möchte. Was ich erst jetzt gecheckt habe: Ich habe die ganze Zeit nur in dem Bereich nach meiner Leidenschaft gesucht, der mir durch mein Umfeld vorgeben wurde.

Also nach dem kleineren Übel in der öden Arbeitswelt. Nach etwas, das nicht „brotlos“ ist.
Lange Zeit war ich von Social Entrepreneurship begeistert. Von smarten Geschäftsmodellen und Technologien, die die Welt nachhaltig ein Stückchen besser machen.

Darüber habe ich auch meine Bachelorarbeit geschrieben und mir war klar, dass ich später an solchen Ideen mitwirken wollte. Deswegen habe ich auch 2014 meinen Büro-Job in einem Startup angefangen.

Jetzt habe ich mir eingestanden: Ich finde es nach wie vor extrem spannend, welche Initiativen es in diesem Bereich gibt. Dass es Menschen gibt, die Apps für Kleinbauern in Tansania entwickeln finde ich absolute Spitze.

Es ist aber nicht meine Leidenschaft, diese Apps selbst zu entwickeln. Es ist einfach nicht mein Ding den ganzen Tag vor dem PC zu sitzen und ich tue mich in diesem Bereich auch oft schwer mit guten Ideen.

Viel toller fände ich es über die Startup-Szene in Dar es Salaam einen Film zu drehen. Oder den Bauern, der diese App benutzt, zu besuchen und zu interviewen.

Ich habe mich immer besonders lebendig gefühlt, wenn ich kreativ sein durfte. Musik machen, schreiben, fotografieren, malen. In Ostafrika habe ich mich immer mit Künstlern umgeben. Poeten, Musiker, Tänzer, Videografen… Das kam einfach von ganz alleine.

Genauso liebe ich es mich in verschiedenen Welten zu bewegen und mit unterschiedlichen Menschen in Kontakt zu stehen, von ihnen zu lernen, ihren Geschichten zu lauschen.

Genau diesen Bedürfnissen – Kreativität und der Kontakt mit verschiedenen Menschen – will ich in Zukunft mehr nachgehen.

 

5. Neue Prioritäten: Lieber erfüllt leben als ein Leben lang für Haus und Garten ackern

Es hat sich außerdem etwas ganz Entscheidendes in meinem Kopf getan: Jahrelang habe ich davon geträumt irgendwann mal ein Häuschen und einen schönen Garten mit meiner Familie zu haben. Bis mir klar wurde, dass der Preis dafür es mir einfach nicht wert ist.

Sich im Job abrackern und sich einen Kredit ans Bein binden. Letztendlich gar keine Zeit haben, das Heim zu genießen. Muss nicht sein.

So fiel es mir gar nicht schwer, diesen Traum erstmal auf Eis zu legen. Je mehr mir klar wird, dass ich gar nicht viel brauche um glücklich zu sein, umso so freier fühle ich mich in den Wegen, die ich einschlage, den Entscheidungen, die ich für meine berufliche Zukunft treffe.

Ich schaue mehr danach, was mich erfüllt und, ob ich es schaffe, damit über den Monat zu kommen und vielleicht noch ein bisschen was anzusparen. Gerade überlege ich auch, ob ich meine Ein-Raum-Wohnung in Berlin vielleicht wieder gegen ein WG-Zimmer tausche.

Wichtig bleibt mir nur weiterhin, dass ich meiner Familie später ein sorgenfreies Leben ermöglichen kann. Deswegen kann sich meine Einstellung natürlich noch ändern, sobald ich Kinder habe.

 

6. Ich kann alles werden (bis auf Ärztin vielleicht).

„Das wollen sie doch alle machen, da kommt man nur schwer rein, da muss man schon sehr gut sein“, das sind Sätze, die ich in meinem Leben sehr oft gehört habe.

Warum ich nie in Erwägung gezogen habe, dass auch ich gut genug werden kann? Keine Ahnung?!

Die meisten erfolgreichen Menschen haben mal klein angefangen. Viele von Ihnen haben nicht einmal in dem Bereich studiert, in dem sie durchgestartet sind.

Heutzutage kann man sich so viel selbst beibringen, indem man einfach loslegt und dann versucht besser zu werden.

Youtube ist mittlerweile meine Uni geworden. Hier gibt es eigentlich zu allem, was ich wissen will, hilfreiche und vor allem kostenlose Tutorials.

Außerdem kann man auch viel von Menschen lernen, die einem einen Schritt voraus sind. Die meisten von ihnen teilen ihr Wissen gern.

Letztendlich braucht man nur zwei Dinge: Herzblut und Durchhaltevermögen!

 

7. Es gibt nicht DEN einen Job für mich.

Ich habe schon seit ich klein bin unglaublich viele Interessen. Zum ersten Mal habe ich gecheckt: ich muss mich gar nicht für die eine Sache entscheiden!

Es ist nichts schlechtes viele Interessen zu haben. Manche sagen sogar, es wäre ein Talent, sich in viele Dinge reinfuchsen zu können.

Jede Woche Tag für Tag genau das selbe machen? So bin ich nicht gestrickt. Ich mag einfach keine Routine. Dafür liebe ich die Abwechslung.

Neue Menschen, neue Tools, neue Fähigkeiten, neue Orte usw. Mir macht es zum Beispiel echt Spaß Artikel für diesen Blog hier zu schreiben und mich über WordPress-Plugins, SEO & Co zu informieren.

Digitaler Vollzeit-Nomade möchte ich auf keinen Fall werden. Ich mag es einfach nicht jeden Tag so viel Zeit am PC zu verbringen.

In den letzten Wochen habe ich abwechselnd an verschiedenen Projekten gearbeitet. Eine Zeit lang habe ich an meinem Yoga-Film gebastelt, einen Online-Kurs über die Produktion von Dokumentarfilmen belegt, ein Konzept für meinen ersten Film zusammengeschrieben, Übungen mit meiner Kamera gemacht und mir auf Youtube Tutorials angesehen.

Dann habe ich mehrere Wochen an meiner Website und meinem Blog gearbeitet und viele Texte geschrieben. Ich habe einem Bekannten Swahili-Unterricht gegeben und ein paar kleine Freelancer-Aufträge abgearbeitet. Gerade mache ich einen Onlinekurs zum Thema „Monitoring & Evaluation“ für NGOs um mehr über die Durchführung von qualitativen Studien und Interviews zu lernen.

Diese Abwechslung gefällt mir richtig gut, und ich weiß jetzt, dass ich meinen Lebensunterhalt gar nicht durch eine einzige Tätigkeit finanzieren muss.

Es wird für mich immer ein Zusammenspiel aus verschiedenen Dingen sein. Natürlich muss man auch hier einen Fokus setzen, aufpassen, sich nicht zu verzetteln und jedem Projekt die Aufmerksamkeit schenken, die es benötigt um Erfolg zu tragen. Und gegebenenfalls andere Ideen erstmal auf die Wartebank schieben.

Hier bin ich selbst auch noch am herumexperimentieren und bin gespannt, wie das in den nächsten Monaten funktioniert.

So wird sich meine Freiberuflichkeit zunächst zusammensetzen:

Qualitative Feldstudien: Da ich Swahili und Begegnungen mit Menschen in Ostafrika liebe, werde ich künftig für NGOs und Unternehmen, deren Vorhaben ich gut finde, qualitative Forschungen durchführen, sprich: Als Freelancer führe ich Interviews mit ihren Nutzern, damit Projekte und Produkte entsprechend verbessert werden können. Erste Kontakte habe ich durch meine Zeit in Dar es Salaam.
Übersetzungen: Ich habe Sprachen schon immer geliebt und habe großen Spaß an Übersetzungen. Für einen guten Freund in Dar es Salaam werde ich zum Beispiel Swahili-Filme (Sog. Bongo-Movies) subtitlen. Für mich perfekt, da ich meine Sprach- und Videokenntnisse erweitern kann.
• Foto & Video: Ich fotografieren schon sehr lange und habe nun beschlossen, der Fotografie einfach mehr Raum zu geben und mich hier weiterzuentwickeln. Ich könnte mir zum Beispiel auch vorstellen, Marketingfotografie oder kleine Filme für NGOs und Firmen in Ostafrika zu machen. Oder dort Hochzeiten zu fotografieren. Das mache ich ja meistens sowieso schon
• Unterricht: In Berlin habe ich schon ehrenamtlich Deutsch und in diesem Jahr auch ein wenig Swahili unterrichtet. Ich habe große Lust, das weiterzuführen, wenn es sich ergibt. Neulich habe ich z.B. im Auswärtigen Amt mit einer Frau gesprochen, die mir sagte, dass in Dar es Salaam des öfteren Swahili-Lehrer auf Honorar-Basis gebraucht werden. Also mal sehen, was sich dort ergibt.
• Sonstige Freelancer-Aufträge: Texten, Websites bauen etc. über Bekannte oder Upwork
• Blog: Der Blog hier ist ein kleines Experiment. Wenn hier irgendwann mal etwas herumkommen sollte, wäre das natürlich schön. Aber erstmal habe ich nicht den Anspruch hiermit Geld zu verdienen, sondern meine Ideen zu streuen.
• Quatsch: Ein paar verrückte Ideen liegen auch noch in der Schublade

 

8. Ich muss zurück nach Tansania.

Ich habe die Entscheidung getroffen, meinen Wohnsitz vorerst nach Tansania zu verlagern, da ich erstens keine Lust auf Winter in Berlin habe, zweitens meine monatlichen Fixkosten hier einfach zu hoch sind und ich drittens dieses Land unglaublich liebe und irgendetwas in mir einfach gerade dort sein möchte.

Aktuell weiß ich noch gar nicht wie lange ich dort bleiben werde. Aber das schöne ist: Das muss ich auch gar nicht. Vielleicht ein halbes Jahr, vielleicht auch länger.

Das schöne ist ja, dass ich jederzeit zurück nach Berlin kann. Und auch wieder zurück in irgendeinen Job hier, sollte mein Vorhaben scheitern.

 

9. Meine Familie einweihen

Dann habe ich meiner Familie von meinem Vorhaben erzählt. Und war erstaunt wie entspannt sie reagiert hat.

Zum ersten Mal habe ich das Gefühl, dass sie mir wirklich vertrauen, in dem was ich tue. Sich natürlich auch Sorgen machen, aber grundsätzlich nicht daran zweifeln, dass ich Erfolg haben werde.

Dafür bin ich sehr dankbar, denn damit hätte ich wirklich nicht gerechnet. Als ich das erste Mal für ein Praktikum nach Kenia gefahren bin, kam das nicht ganz so gut an. Auch Eltern und Großeltern können ihre Ansichten noch verändern!

 

10. Nicht viel nachdenken und einfach loslegen!

Nach Tansania habe ich langsam angefangen mein Vorhaben zu strukturieren. Ich habe erste Investitionen getätigt (ein guter Rechner, eine Website, Visitenkarten, Equipment…) und eine lange Todo-Liste aufgesetzt, die ich immer noch abarbeite.

Ein wichtiger Punkt sind hier meine Kontakte. Ich habe einen großen Stapel Visitenkarten zu Hause und schaue, mit wem man eventuell zusammen an Projekten arbeiten könnte.

Ich habe versucht mich so langsam daran zu gewöhnen, mir meine Arbeitszeiten flexibel einzuteilen und mir selbst ‚die Faust im Nacken’ zu sein. Mit der Zeit gewöhne ich mich daran :)

 

11. Besuch beim Finanzamt – Bürokratie ist gar nicht so schlimm

Vor ein paar Wochen war ich dann tatsächlich im Finanzamt und habe meine freiberufliche Tätigkeit angemeldet.

In dem Moment war ich total überrascht, wie schnell das ging und wie es plötzlich so weit kommen konnte. Aber das zeigt mir nur umso mehr, dass ich auf dem richtigen Weg bin: Irgendwas in mir hat es so weit kommen lassen.

Der Prozess beim Finanzamt ist auch total unkompliziert. Man füllt einfach ein Formular aus und bekommt eine Woche später seine Steuernummer zugeschickt. Dann kann man loslegen und Rechnungen an seine Auftraggeber schreiben. Da ich für den Anfang nicht mehr Umsatz als 17.500€ im Jahr erwarte (Kleinunternehmerregelung), muss ich auch keine Steuer abführen.

 

Ich hoffe, dass dir dieser Artikel in irgendeiner Form auf deinem Weg weiterhilft, egal, ob du schon gekündigt hast, oder es noch vorhast. Wenn du Anregungen oder Fragen hast, schreib sie gern in die Kommentare!

2 thoughts on “11 Schritte in ein neues Leben – eine Zwischenbilanz

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